Stein Nr. 26

Übersicht der verlegten Meilen-Steine                                       Chronik der Steine

Die Geschichte des Steins Nr.: 26

Stifter:                        Heidrun Walter

Inschrift:                     Ingrid und
                                   Heidrun Kühn

 Datum der Stiftung: 30. April 2005          

 Die Geschichte zum Stein erzählt Heidrun Walter, geb. Kühn:

 Auf die Aktion „Brandiser Meile wurde ich durch einen Bericht im Brandiser „Stadtboten aufmerksam.

Obwohl wir seit über 50 Jahren in einer landschaftlich sehr schönen Gegend (in Gummersbach, Bergisches Land) wohnen, bleibt „Mausebrands  ( so wurde Brandis scherzhaft von den Nachbarn genannt ) immer meine Heimat.

 

Meine Schwester Ingrid wurde 1938 und ich 1941 in Leipzig geboren. Wir wohnten mit unseren Eltern, Baumeister Heinz Kühn und seiner Ehefrau Gertrud geb. Schneider, bis 1952 in Brandis, Grimmaische Str. 3a.

Trotz der schweren Nachkriegsjahre verlebten wir in Brandis eine schöne Kindheit. Wir besuchten die Volksschule Brandis, meine Schwester Ingrid bis zur 8. Klasse und ich bis zur 4. Klasse. Meine Schwester wurde in Brandis konfirmiert. Wir besuchten den Kindergottesdienst und nahmen am Krippenspiel zu Weihnachten in der Kirche teil.

In Erinnerung sind mir geblieben:

Rodeln bei „Huchtern – zur Erklärung für Unkundige: gemeint ist das Gelände von Norma mit der Bebauung Jahnhöhe, früher befand sich hier Wiese und Feld auf hügligem Gelände des Bauern Goldammer. Mit der ersten Schneeflocke tummelten sich die Brandiser Kinder mit Schlitten und Skiern, sehr zum Ärger des Bauern. Die Grasnarbe der Wiesen wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

Baden im Autobahnsee Kleinsteinberg mit Nachbarskindern. Wir gingen regelmäßig über die Schienen der Bahnstrecke Brandis – Kleinsteinberg (heute: Beucha - Ost, Haltepunkt) hin und zurück. Ab und zu horchten wir mit dem Ohr auf dem Gleis, wie die Indianer, ob ein Zug kommt.

Sonntägliche Spaziergänge führten bisweilen zur „Waldschänke nach Waldsteinberg (heute: Waldhotel Fischer) und zum Kohlenberg.

Die Verbindung nach Brandis riss nie ab. Unsere Mutter (92) hatte hier zwei gute Freundinnen. Sie besuchten sich regelmäßig gegenseitig. Den Brandiserinnen war dies zu DDR-Zeiten erst mit dem Eintritt in das Rentenalter mit 60 Jahren erlaubt. Auch wir Kinder besuchten oft in Brandis Verwandte und Freunde. 

Verein Brandiser Meile e. V., Hauptstraße 34, 04821 Brandis                              schreiben Sie uns: info@brandiser-meile.de
Antrag-Meile